Helix- Piercing, Tunnels und Co. - Ein Trend, aber woher?

 Piercing - Modetrend, aber woher kommt der eigentlich?

Piercing - Modetrend, aber woher kommt der eigentlich?

Ötzi, Tutanchamun, Buddha-Figuren und zahlreiche Afrikanische Volksstämme waren Trendsetter der geweiteten Piercings auch Tunnels genannt.

Aus welcher Gesinnung entstand nun dieser Kult?

Frauen wurden damals die Ohrläppchen schon im Kindesalter geweitet um sie vor Raub durch die Nachbarstämme zu stützen, denn die hängenden Ohrläppchen machten sie unattraktiv. Daraus entstand ein Kult in den eigenen Stämmen. Dieser verbreitete sich bis nach Asien und Südamerika und entwickelte sich immer mehr zu einem Prestige -Zeichen für Reife, Wohlstand und Ansehen. Auf diese Weise entstanden auch Helix-Piercings. Die erfolgreichsten Jäger eines Stammes konnten an den Krallen und Zähnen im Ohr ausgemacht werden.

Heute sind diese traditionellen Piercings in Asien, Südamerika aber vor allem in Afrika noch zu entdecken. Eine besondere Tradition stellt hier der Lippenteller dar. Auch diese kulturelle Tradition wurde als Schutzmaßnahme etabliert, denn durch die hängende Lippe und Ohrläppchen wurden die Frauen für arabische Sklavenhändler unattraktiv. Heute steigt häufig das Ansehen der Frau, je größer ihr Lippenteller ist. Er kann bis zu 15 cm Durchmesser geweitet werden, die unteren Zähne müssen für dieses Ergebnis häufig ausgeschlagen werden. Was tröstlich oder zynisch sein mag, die Frauen bekommen relativ viel Trinkgeld, wenn sie Touristen für Erinnerungsfotos zur Verfügung stehen.

In unseren Breitengraden tragen in der Regel Jugendliche diese Arten von Piercings, würden sie dies auch tun wenn sie wüssten woher dieser Kult stammt?